Sa

10

Okt

2015

Alle gegen 200'000 Mitbürger

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/foederalismus-mit-fallschirm-1.18626146

 

Zurzeit läuft mal wieder eine konzertierte Aktion, um die Kapazitäten am Flughafen Zürich steigern zu können. Erstaunlicherweise fehlt zur Zeit Thomas Koller vom "Weltoffenen Zürich" im Umzug...

 

Macht nichts. Die "Neue Zürcher Zeitung" richtet es.

 

Alle möglichen Interviews mit Exponenten einer hemmungslosen Weiterentwicklung des Flughafen Zürichs werden gedruckt, noch geheime Berichte mit hübschen Namen wie „Lupo“ präsentiert und so weiter und so fort. Allen Stellungnahmen gemeinsam: Wir müssen alles tun, damit der Flughafen Zürich mehr Flugzeuge pro Tag und pro Stunde landen und starten lassen kann.

Dabei weiss jeder, dass das nicht möglich ist.

 

Der Flughafen Zürich ist ein Cityflughafen. Es gibt kaum ein besseres Beispiel auf der Welt, um jemandem zu erklären, was ein Cityflughafen ist. Mitten im Siedlungsgebiet, keine 10 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Als Dreingabe noch viele topografische Hindernisse und unfreundliche (deutsche) Nachbarn dazu. Auf der ganzen Welt werden solche Anlagen geschlossen und „weiter draussen“ neu gebaut. Zurzeit ist Lissabon dran, vor 30 Jahren war dies in München der Fall. Wir können auf jeden Kontinent gehen, das gleiche.

 

Warum wohl?

 

Wir können den Flughafen Zürich nicht in die Pampas verschieben – die Schweiz hat keine Pampas. Deshalb ist klar, es gibt kein weiteres Wachstum für Zürich Kloten.

 

 

Zweitens: Jede andere als die Nordausrichtung des Flughafens birgt enorme zusätzliche flugtechnische Risiken. Für Landungen und Starts aus dem Süden und in Richtung Süden spielen die Hügel um Zürich (Pfannenstiel) eine wichtige Rolle. Hindernisse reichen in die offiziellen Flugwege hinein – etwas, was nirgendwo auf der Welt toleriert wird! Wieso in Zürich? Unter diesen nie geplanten Flugwegen liegt das mit Abstand am dichtesten besiedelte Gebiet der Schweiz – die Glattalregion von Zürich, 200'000 Menschen. Wer führt schon neue Flugregime in so einer Zone ein weltweit? Gibt es nicht – oder nur in der Schweiz! Frau Leuthard, ist ihnen das klar?

 

Dass Frau Leuthard nicht unbedingt versteht, was hier vorgeht, ist zwar extrem bedauerlich. Wenn dann aber einer wie der Skyguide-Chef diese Fakten ausblendet, wird es mehr als skurril, es wird zynisch und total unglaubhaft.

 

Total daneben ist es nun, wenn „Bern“ angesichts des nicht erlahmenden Widerstandes in Zürich damit droht, das Kommando in Rechtsgebieten zu übernehmen, die ganz klar nach Zürich gehören – Raumplanung, Umweltschutz, Pistenausbau, Betriebskonzepte und so weiter (Entwurf Lupo-Bericht). Frau Leuthard und ihre Beamten sind dafür nicht zuständig. Punkt.

 

Noch etwas. Bringt nicht immer den Vergleich mit den Autobahnen. Niemandem kommt es heute in den Sinn, mitten durch die Berner Altstadt eine neue Autobahn zu planen. Oder?

 

Da stellt ich wirklich die Frage, was wir tun können, damit diese Beamten und Spitzenpolitiker endlich zu denken beginnen!

 

9 Kommentare

Fr

07

Aug

2015

Am Flughafen herrscht der Egoismus - schöner TA-Artikel

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/die-zielkonflikte-am-flughafen/story/23519993


Es ist tatsächlich so, dass mit dem völlig vorherrschenden Egoismus keine Blumentöpfe zu gewinnen sind. Zum Beispiel, wenn andauernd suggeriert wird, dass die Sicherheit durch die Einführung der Südstarts geradeaus verbessert werden könnte - das Gegenteil ist der Fall und alle die Experten, die dies heute fordern, wissen das ganz genau! Südstarts geradeaus führen die Flugzeuge in einer der beiden heikelsten Flugphasen direkt über das dichtbesiedelste Gebiet der Schweiz. Nicht auszudenken, wenn das was schief läuft.


Man kann nur sagen, dass dieses Flugmanöver zur Sicherheit beiträgt, wenn man die Bevölkerung am Boden ausblendet. Dies ist Menschenverachtung und Zynismus pur. 


Bundesrätin Doris Leuthard und der (Noch-)BAZL-Chef Peter Müller fordern dieser Tage den Südstart geradeaus, genauso wie die Gewerkschaft der Fluglotsen. Das ist schlicht ungeheuerlich! Diese Leute tragen die politische Verantwortung und/oder verfügen über das nötige Fachwissen. Es bleibt die wohl nicht zu widerlegende Vermutung, dass es den Verantwortlichen nur um die Kapazitätsausweitung geht. 


Die "Stürmi" im Osten und Norden sind schon fast entschuldigt - deren Parolengeber ist der St. Florian. Im übrigen wurde der Flughafen Kloten nach Norden ausgerichtet gebaut und entwickelt mit gutem Grund und nicht nur wegen der Bevölkerungssituation. Im Süden stimmt auch die Topographie nicht: Hindernisse auf dem Pfannenstiel ragen in die Flugkorridor, etwas, was im Ausland nicht toleriert wird! Flugzeuge wie der A340 der Swiss (schwache Motorisierung) haben Mühe, die nötige Höhe zu gewinnen, weil der Pfannenstiel auch als Hindernis an sich im Weg ist...


Frau Leuthard, machen sie endlich ihren Job!


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Do

06

Aug

2015

Zum Glück geht Herr Müller in Pension

Es ist unglaublich, mit welcher Sturheit und Unverfrorenheit Menschen wie Peter Müller und Doris Leuthard ständig behaupten, dass Südabflüge ab dem Flughafen Kloten die Sicherheit erhöhen würden. Alleine die Topographie zeigt jedem durchschnittlich begabten Bürger, dass dies nicht der Fall sein kann. Noch viel wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass im unmittelbaren Bereich der Piste 16 das dichtbesiedelste Gebiet der Schweiz beginnt und bis weit in die Pistenverlängerung hinreicht. Wer sagt, dass Südstarts (und übrigens auch Südlandungen, Piste 34) sicherer seien, als andere Manöver, der blendet die Menschen am Boden als Sicherheitsfaktor völlig aus. Das ist - mit Verlaub - Menschenverachtung und Zynismus in Reinkultur.

 

Der Flughafen Kloten wurde in Nordausrichtung gebaut und entwickelt. Vergleicht man die Topographie und die Besiedelung in den verschiedenen Richtungen ist das die einzig richtige Entwicklung. Wann begreifen das unsere "Leitfiguren" endlich?

Mal abgesehen davon, dass Schwamendingen, Oerlikon, Dübendorf, Gockhausen und Egg wohl definitiv nicht an der Goldküste liegen…

 

Den seinen gibt’s der Herr im Schlaf…


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